Matter of Facts Studio ist eine Produktionsplattform für experimentelles Musiktheater, Konzerte und Workshops. Das Kollektiv führt Profis und professionelle Dilettant:innen zusammen, um die Grenzen dessen auszuloten, was Musiktheater und die Aufführung von Musik alles sein kann. Ihr formaler Ansatz verbindet Wahrnehmung, Körper und (digitale) Technologien mit performativen und choreografischen Elementen. In ihren Arbeiten verwischen die Bereiche von Improvisation und Komposition. In einer lustvollen und kollaborativen Ästhetik erkunden sie zum Beispiel als ein Kollektiv hörender Künstler:innen die Zusammenarbeit mit Tauben Choreograf:innen, das Potential einer klimagerechten Oper oder die Soundscapes einer unbekannten Tiefsee. Gegründet 2021 arbeitet Matter of Facts Studio regelmäßig mit Theatern und Produktionshäusern wie dem Mousonturm Frankfurt und Kampnagel Hamburg zusammen und realisiert eigenständig Konzerte an ungewöhnlichen Orten. Matter of Facts Studio erhält eine Mehrjahresförderung der Stadt Frankfurt am Main und wird von Ehrliche Arbeit (Berlin) betreut.

Team

Gregor Glogowski
Lukas Nowok
Benjamin Hoesch
Friedrich Hartung
Yuka Ohta
Diego Ramos Rodríguez
Marina Rengel
 Gregor Glogowski

Gregor Glogowski ist Regisseur, Elektronik-Künstler und Vermittler.
Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Theater, Performance, Musik und Choreografie, oft unter Einbezug digitaler und analoger Medien. Sein Fokus liegt auf dem sensorischen Potential performativer Situationen, der Erforschung visueller und akustischer Verbindungen und der Aufführung von Klang — insbesondere in kollaborativen Zusammenhängen von Musiker:innen, Objekten und Gemeinschaften.
Gemeinsam mit Benjamin Hoesch arbeitet er seit 2016 als Duo Glogowski/Hoesch. Ihre Arbeit Flimmerskotom wurde u.a. zum Körber Studio Junge Regie Hamburg, zum Festival Radikal Jung München und zum World Stage Design Festival in Taiwan eingeladen. Als Musiker spielt er regelmäßig Konzerte im Bereich experimentelle Elektronik und Noise. Seine Hörspiele wurden vom HR, Deutschlandradio Kultur und WDR gesendet und Klanginstallationen realisierte er u.a. für das Dialogmuseum Frankfurt am Main.
Er lehrt aktuell an der Frankfurt University of Applied Sciences, war als Dozent am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und im Master Szenografie an der Kunsthochschule Utrecht tätig. Als Musikvermittler arbeitet er u.a. für das Weltkulturen Museum Frankfurt. Gregor Glogowski studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, er war Artist in Residence beim CTM-Festival Berlin (2016) und wurde vom Goethe-Institut für Gastspiele in Griechenland und Taiwan gefördert.

Glogowski/Hoesch

 Lukas Nowok

Durch seine unablässige Zusammenarbeit mit internationalen Klangkünstler:innen, Komponist:innen, Kollektiven und Ensembles der zeitgenössischen Musik, Klangkunst und darstellenden Künste hat Lukas Nowok zur Entwicklung, Realisierung und Aufführung zahlloser Konzerte, Opern, Theateraufführungen, audiovisueller Installationen, Hörspielen und hybriden Formaten an Veranstaltungsorten und Festivals auf der ganzen Welt, stets angetrieben vom Interesse an Verspieltheit und Ausdrucksmöglichkeiten neuer Technologien.

Als Interpret elektroakustischer Musik, Programmierer und Sound Designer hat Lukas Nowok mit Künstler:innen wie Chaya Czernowin, Brigitta Muntendorf, Sara Glojnaric, Peter Ablinger, Marcus Schmickler, Manos Tsangaris und vielen anderen zusammengearbeitet. Von 2016 bis 2020 war er Teil des SWR Experimentalstudios, ein Laboratorium und Touring Ensemble für zeitgenössische Musik mit Live Elektronik. Darüber hinaus ist er Mitglied des Ensemble Recherche, mit dem er seit 2020 regelmäßig auftritt.

http://lukasnowok.com

Benjamin Hoesch arbeitet als Theaterwissenschaftler und Theatermacher in Hamburg sowie im Rhein-Main-Gebiet. Er studierte Theaterwissenschaft und Literaturwissenschaft in Mainz, Valencia und Tel Aviv sowie im Master Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 2014 arbeitet er im Regieduo mit Gregor Glogowski, co-kuratierte die Festivals Theatermaschine und Diskurs 15 – Festivals on Spatial Arts und entwickelte Musiktheater, Performances und Installationen u.a. am Künstler*innenhaus Mousonturm, LICHTHOF Theater Hamburg, Stadttheater Gießen, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und auf Kampnagel. Dabei verbindet er in vielfältigen Ensembles kollektive Regie, Textentwicklung, Lightdesign und Aufführungskonzepte. Von 2018 bis 2022 promovierte er zu Nachwuchsfestivals und künstlerischer Nachwuchsförderung in dem interdisziplinären DFG-Projekt „Krisengefüge der Künste“ am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft; im Anschlussprojekt forscht er zu institutionellem Wandel in der Regieausbildung. 2021 führte er zusammen mit Barbara Frazier Regie bei der Stückentwicklung HOW TO GATSBY am Jungen Staatstheater Kassel. Künstlerische Lehraufträge und Workshops – u.a. zu Lichtdesign und Institutionskritik – führten ihn u.a. 2017 an die Taiwan National University of the Arts, 2018 an die Hoogeschool voor de Kunsten Utrecht und 2023 an die Zürcher Hochschule der Künste.

 Friedrich Hartung

Friedrich Hartung arbeitet in unterschiedlichsten Konstellationen als Bühnenbildner/ Designer, Performer, als Radiomacher und Autor. In der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Matter of Facts Studio realisierte er Bühnenbilder und raumgreifende Instrumentenskulpturen für Inszenierungen am Künstler*innenhaus Mousonturm, in der Kunst Kultur Kirche Allerheiligen in Frankfurt a.M., auf Kampnagel, am Lichthoftheater in Hamburg, im Nikolaisaal Potsdam, im Delphi Theater in Berlin, auf den Hessischen Theatertagen in Marburg, sowie im Zimmt - Zentrum für immersive Musik, Medien und Technologie Leipzig.

Weitere Bühnenbilder entwarf er unter anderem für und mit dem Kollektiven Panzerkreuzer Rotkäppchen in Berlin und dem Regie-Duo Wesser/Meckert am Lofft - das Theater in Leipzig.

Seit 2013 arbeitet er als Lichtdesigner auf dem Fusion Festival und konzipierte dort unter anderem die Gestaltung für den Palast der Republik (2022). Von 2016 bis 2019 war Friedrich Hartung teilnehmender Künstler beim Festival für Industriebrachen Umgestaltung (Ibug) in Ostsachsen.

Im Rahmen des Festival Osten in Bitterfeld (2021) wurde unter der Leitung der Kunstwissenschaftlerin Alison Shea deren gemeinsame Arbeit Grasnarbe gezeigt.

Als Performer arbeitete Friedrich Hartung 2015 für die spanische Künstlerin Dora Garcia auf der 56. Biennale in Venedig und 2016 für den Regisseur Hagen Bolt am Theater Discounter in Berlin und am Pumpenhaus in Münster. Eigene Arbeiten zeigte er zuletzt im Rahmen der Ausstellungen die gute Schaufel (2022) in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Jasmina Rezig und I say a Flower (2023) im Kontor 80 in Leipzig.

2020 gründete er gemeinsam mit Alison Shea das Gemeinschaftsatelier Studio tutti - für Bühne und Kostüm und den Produktions- und Probenraum Theaterwerkstatt im Konor80 (TWIKX e.V.).

Ein besonders enge Zusammenarbeit verbindet Friedrich Hartung mit den dort arbeitenden Künstler*innen Laura Immler, Julia Nussbaumer und dem Künstler Duo Mailand/Innenhof.

Zusammen realisierten sie in den letzten Jahren diverse Arbeiten in unterschiedlichsten Kunstgattungen, unter anderem Hörstücke für Radio, Installationen, Videokunst und Kostümbilder.

Seine Texte erscheinen bei dem Verlag Freuden & Tage / Berlin.

Credits Foto: Nina Buttendorf

 Yuka Ohta

Geboren in Japan, lebt in Deutschland - drückt sich durch Schlagzeug aus und glaubt, dass es keine Grenzen gibt, was ein Instrument sein kann und welche Klänge als Musik angesehen werden können. Neben ihrer Arbeit in Ensembles und Orchestern ist sie in der Tanz-, Improvisations- und Musiktheaterszene aktiv, z.B. beim Theater der Welt, Ruhrtriennale, Schauspiel Frankfurt, Tanz im August und Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste. Außerdem ist sie als Dozentin bei den Donaueschinger Musiktagen und dem Europäischen Workshop für Neue Musik tätig.

Sie ist Schlagzeugerin des Ensemble Garage Köln. Darüber hinaus ist sie häufiger zu Gast beim Hessischen Rundfunkorchester, Ensemble Modern, Gürzenich-Orchester und Ensemble Resonanz unter anderen. Sie tritt regelmäßig in bedeutenden Konzertsälen sowie bei Musikfestivals in über zwanzig Ländern weltweit auf, z.B. Berliner Festspiele, Manifeste IRCAM Paris, Warschauer Herbst, Wittener Tage für neue Kammermusik, NOW Festival Essen, Internationales Musikfest Hamburg, Acht Brücken Köln, Gaudeamus Muziekweek, Royaumont, Darmstädter Ferienkurse, SPOR Festival in Dänemark, ECLAT Stuttgart.

Yuka Ohta studierte Schlagzeug in Tokio, Detmold und Frankfurt, wo sie ihr Konzertexamen absolvierte. Ihre Arbeit war bisher in verschiedenen Medien zu sehen, lesen und hören, u.a. 3Sat, WDR, HR, Tagesspiegel und ARTE sowie in zahlreichen CD-Aufnahmen. 2020 erschien beim Deutschlandfunk eine Porträtsendung ihrer Arbeit.

yukaohta.com

Foto: Christian Schuller

 Diego Ramos Rodríguez

Diego Ramos Rodríguez bewegt sich als Komponist und Geiger in den Bereichen Konzert, Performance, Film und Multimedia auf der Suche nach Schnittstellen zwischen Ästhetik, Pragmatik, musikalischer Kommunikation und kollektiven Arbeitsweisen, oft in Zusammenarbeit mit Formationen wie dem Radio-Symphonieorchester Wien, Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain, Spanischen Nationaljugendorchester, Ensemble Garage, Broken Frames Syndicate oder Ensemble uBu. Seine Werke werden in ganz Europa, den USA, Japan und Kazakhstan aufgeführt, im Rundfunk gesendet (hr, SRF, RNE Spanien), auf CD eingespielt und mehrfach ausgezeichnet. Nach einer erfolgreichen Premiere bei den 80. Internationalen Filmfestspielen in Venedig wird seine Orchestermusik zum Film Die Theorie von Allem (Timm Kröger, 2023) weltweit gefeiert.

Als Gründungsmitglied des Kollektivs Matter of Facts Studio entwickelt er musiktheatrale Performances, Installationen und Workshops mit. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Arbeit mit Laien, Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Response-Projekten, Musik- und Performance-Workshops und anderen prozessorientierten Formaten.

Diego Ramos studierte in Madrid, Düsseldorf und Frankfurt und promovierte 2024 an der Goethe Universität.

Foto: Christian Schuller

 Marina Rengel

Marina Rengel Lucena ist Künstlerin, Bühnen- und Kostümdesignerin. Ihre
Arbeiten werden weltweit gezeigt und ausgestellt. Das gemeinsam mit dem
Kollektiv der Künste konzipierte Festival „Rest – Zeit – Story – Sorry“ wurde im
Schauspielhaus Zürich aufgeführt und mit dem Roman-Clemens-Preis für
Bühnenbild ausgezeichnet. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie als
Kunstvermittlerin und Kuratorin im Kasseler Fridericianum, im Goethe Institut
New York und bei der documenta 14.

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